Mit 66 Jahren da fängt das Internet an

Zwischen der Erfindung des Internets und seinem Einzug in mein Heim lagen fast fünfzehn Jahre.  Ein großer grauer Bildschirm im Arbeitszimmer markiert seitdem den Zugang zu einer neuen Welt. Ladezeiten von mehr als 60 Sekunden haben mir diese Welt oft wenig schmackhaft gemacht. So langsam bin ich dann mit meinen 65 Jahren auch nicht. Die kleine Schrift, die wenigen Farbkontraste und das ewige Ausfüllen von viel zu kleinen Eingabefeldern haben die Sache nicht einfacher gemacht. Auch die Maus zur Navigation über den Bildschirm hat mein Handgelenk beansprucht.

Ein großer Bildschirm, eine biegsame Maus: So surfe ich auch mit 65 Jahren noch gerne im Internet.

Ein großer Bildschirm, eine biegsame Maus: So surfe ich auch mit 65 Jahren noch gerne im Internet.

 

Doch nach den ersten Schritten hat sich die Erfahrung fortwährend verbessert. Der Bildschirm ist einem tragbaren Laptop gewichen. Die Schriftgrößere lässt sich mit dem Berühren des Bildschirms einfach und intuitiv vergrößern. Meine alte Maus habe ich gegen das Model Arc Touch Maus von Microsoft getauscht. Wer hätte gedacht, dass eine zusammenklappbare Design Maus sich viel besser an mein Handgelenk anpasst. Bei den Farbkontrasten und den vielen Bannern auf einzelnen Seiten ist sicher noch Luft nach oben.

Wohnzimmer 7


Große Kacheln, starke Kontraste: Mit meiner Nichte schreibe ich auch WhatsApp Nachrichten.

Doch mich lässt dabei ein Gedanke nicht los. In den Jahren von der Erfindung des Internets bis vielleicht 2010 haben Computer Generationen voneinander getrennt. Die einen konnten (noch) eingeben, die anderen eben nicht. Seitdem nehme ich einen Wandel zu intuitiven Benutzeroberflächen und anderen technischen Helfern war. Technologische Neuheiten trennen Generationen nicht mehr, sie schließen immer mehr Menschen mit ein. Allerdings glaube ich auch, dass dieser Wandel nicht nur automatisch voranschreitet. Wenn in meinem Heimatdorf nun Glasfaser zur Debatte steht, liegt es wohl an mir, meinen bestehenden Telefonvertrag zu kündigen und das schnelle Internet direkt bis in mein Heim legen zu lassen. Ich möchte in den nächsten Monaten ausprobieren, ob auch ich meinen Computer mit meiner Stimme steuern kann. Auch will ich erleben, wie intelligente, aber bezahlbare Sicherheitslösungen über das Internet mit ganz einfacher Bedienung in mein Haus kommen: ‚Cortana, mach es mir doch etwas wärmer im Haus!‘