Alt werden in Finnland

Auch in Finnland sind in erster Linie die Kommunen für die Altenpflege zuständig. Oberstes Ziel ist es, dass alte Menschen ihren Lebensabend zu Hause verbringen können. Dafür werden Pflegedienste und soziale Dienste möglichst flächendeckend zur Verfügung gestellt.  Wie in allen anderen Ländern auch steigt der Pflegebedarf  in Finnland kontinuierlich. Dem begegnet das Prime Minister’s Office mit der Initiative „Cash-for-Care“. Angehörige oder Pflegepersonen erhalten eine angemessene, faire Bezahlung, wenn sie sich kümmern. Das sieht in Deutschland anders aus.

In Finnland existieren drei abgestufte Betreuungsmodelle:

  • Unterstütztes Wohnen
  • Betreutes Wohnen
  • Intensiviertes betreutes Wohnen

Unschwer ist zu erkennen, dass sich daraus dann die einzelnen Maßnahmen der Kommunen ableiten lassen, wie beispielsweise der Ausbau von behinderten- oder altengerechten Wohnungen, der Einbau von Aufzügen und der Einsatz flächendeckender Pflegemodelle. Dafür werden öffentliche Mittel bereitgestellt, die von den Kommunen abgerufen werden. Die Heimunterbringung (intensiviertes betreutes Wohnen) wurde bereits größtenteils durch andere, neue Wohnformen abgelöst. Die Heimunterbringung soll bis 2020 vollständig aufgelöst werden, das ist das erklärte Ziel der Politik. Zusammen mit den zuständigen Ministerien haben die Kommunen eindeutige Qualitätsziele gesetzt, die es zu erreichen gilt. (Sosiaali-ja Terveysministeriö).