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    Gründer-Manifest: Wie digitale Gesundheitslösungen heute und jetzt helfen können

    21. Oktober 2019 von Diana Heinrichs

    61 Start-ups stellen konkrete Gestaltungsräume zur Beschleunigung der digitalen Transformation im Gesundheitssektor vor – mit Lösungen „made in Europe“. Anschließend diskutieren sie mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn über die Digitalisierung im Gesundheitswesen.

    Die Potenziale für die Verbesserung der Gesundheitsversorgung und der Digitalisierung in der Gesundheitsbranche in Deutschland sind riesig. In den letzten Jahren haben deutsche Digital Health-Gründerinnen und Gründer mit ihren Ideen, Know-how und jahrelangem engagiertem Einsatz Lösungen geschaffen, deren Qualität schon jetzt in vielen Bereichen weltweit führend ist. Das zeigt: Wir wollen und wir können aus Deutschland und Europa heraus Innovationen entwickeln und damit auch Standards setzen.Unter dem Titel „Digitale Innovation macht gesund!“ rufen daher die Gründerinnen und Gründer der führenden deutschen Healthcare-Start-ups zur Stärkung des digitalen Wandels in der Gesundheitsbranche auf. Ihr Ziel: eine zeitgemäße Gesundheitsversorgung für alle – nicht in einer fernen Zukunft, sondern heute. Mit digitalen Lösungen wollen sie die Qualität in der Gesundheitsversorgung im Sinne der Patientinnen und Patienten verbessern und Fachkräfte entlasten. Das Manifest lädt Vertreterinnen und Vertreter aller Bereiche des Gesundheitswesens zur Kollaboration ein.

    „Ich freue mich über das Engagement der Healthcare-Start-ups“, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn nach der Vorstellung des Manifests. „Damit das deutsche Gesundheitswesen patientenfreundlicher wird, brauchen wir innovative digitale Lösungen. Und wir müssen dafür sorgen, dass sie schnell beim Patienten ankommen. Darum ist Digitalisierung für mich kein Nebenaspekt, sondern zentraler Bestandteil in jedem unserer Gesetze.“

    In der Praxis kommt der digitale Wandel im deutschen Gesundheitswesen trotz Fortschritten wie dem „Gesetz für eine bessere Versorgung durch Digitalisierung und Innovation“ (Digitale-Versorgung-Gesetz – DVG) weiter nur in kleinen Schritten voran. Mit dem Manifest „Digitale Innovation macht gesund!“ zeigen deutsche Gründerinnen und Gründer auf, dass sich insbesondere die angestaubten Strukturen des Gesundheitssystems ändern müssen – von Silodenken und Insellösungen hin zu gemeinschaftlichem Handeln. Von befristeten Pilotprojekten hin zu langfristiger Planbarkeit und rascher Umsetzung. Deshalb wollen die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner auf Initiative des Healthcare-Start-ups Lindera der Branche Impulse für eine konstruktive, mutige Zusammenarbeit aller Beteiligten geben.

    Innovation in der Gesundheitsversorgung: digital, vernetzt, intelligent – und gemeinsam

    Die Beharrungskräfte des deutschen Gesundheitssystems haben lange dazu beigetragen, dass digitale Lösungen keinen breiten Eingang in den ersten Gesundheitsmarkt finden. Dabei werden digitale Gesundheitsangebote aus Deutschland bereits von Millionen von Menschen in Deutschland und der ganzen Welt genutzt. Patientinnen und Patienten wie Beschäftigte im Gesundheitswesen brauchen und verlangen nach digitalen Lösungen. Damit technologische Innovationen Einzug in die Regelversorgung von Patientinnen und Patienten erhalten, muss sich jedoch das bestehende System für Innovationen öffnen. Besserung ist nur über eine breite Zusammenarbeit und Offenheit verschiedener Akteure in der Gesundheitsversorgung möglich, die sich der Zukunft nicht verschließen und Innovation angemessen vergütet sehen wollen. Zur Förderung der Digitalisierung im deutschen Gesundheitswesen und des e-Health Standorts Deutschland fordert die Initiative als konstruktiver Treiber eine Partnerschaft zwischen Verwaltung, Kassen, Politik und Lösungsanbietern. Mithilfe des Manifests sollen:

    1. Vorschläge für strukturelle Anpassungen für ein modernes Gesundheitssystem entwickelt werden.
    2. sich die Krankenkassen für Innovationen öffnen und als aktive und langfristige Partner einbezogen werden.
    3. politische wie verwaltungstechnische Entscheiderinnen und Entscheider davon überzeugt werden, dass ein Mentalitätswandel überfällig ist.
    4. die Praxis befristeter Pilotprojekte beendet, Zulassungsprozesse von e-Health-Anwendungen gestrafft sowie innovative Pflegeprodukte „made in Europe“ verstärkt gefördert und eingesetzt werden.
    5. Politik, Kassen und Leistungserbringer einen transparenten Plan entwerfen, um die lösungsorientierte Digitalisierung im Gesundheitssektor gemeinsam voranzutreiben.

    Soliden Boden für die Lösung drängender Herausforderungen

    Unbesetzte Stellen, Ärztemangel auf dem Land, eine alternde Bevölkerung, lange Wartzeiten bei Terminen, immer vollere Notaufnahmen, die immer stärkere Überlastung von Fachkräften bei immer weniger Zeit für den Menschen: Die Probleme, vor denen unser Gesundheitssystem steht, sind immens – und drängend. Politische Entscheiderinnen und Entscheider sowie Krankenkassen und Leistungserbringer müssen darauf schnelle, zufriedenstellende Antworten finden und sie in die Tat umsetzen. Damit die Versorgung deutscher Patientinnen und Patienten nicht länger auf dem vorletzten Platz steht, Gründerinnen und Gründer in die USA abwandern und Großkonzerne aus dem Ausland das deutsche Gesundheitswesen überrollen. Gemeinsam kann die einmalige Chance genutzt werden, Deutschland vom „Zu-Spät-Kommer“ zu einem Vorreiter und Weltmarktführer im Bereich Digital Health und Künstliche Intelligenz zu machen.

    „Paragraphen-Dschungel und bürokratische Gestrüpp ersticken digitale Innovationen allzu oft bereits im Keim. Dabei haben wir hier die Talente, die mit modernen und kreativen Ideen an die drängenden Herausforderungen herangehen“, sagt Lindera Gründerin und Geschäftsführerin Diana Heinrichs. „Für uns gilt deshalb: Nicht weiter zögern, sondern jetzt endlich die Grundlagen schaffen, für die sichere, nachhaltige und langfristige Digitalisierung des Gesundheitswesens – eine wirklich zeitgemäße Gesundheitsversorgung zum Wohl der Menschen in diesem Land.“

    Breite Unterstützung des Manifests aus der Digital Health Start-up Szene

    Die Unterzeichner des Manifests „Digitale Innovation macht gesund. Nicht 2021, sondern jetzt!“ sind:

    1. Daniel Nathrath, Ada Health GmbH
    2. Janis Reinelt, AICURA Medical GmbH
    3. Dr. Carol Wildhagen, Ariana Digital Health Solutions GmbH
    4. Jens Grudno, Assistr Digital Health Systems GmbH
    5. Bazil Azmil, BreakthroughX Health GmbH
    6. Jesaja Brinkmann, Cara Care – HiDoc Technologies GmbH
    7. Hans Raffauf, Clue by BioWink GmbH
    8. Markus Teuber, DiaMonTech GmbH
    9. Dr. Paul Brandenburg, DIPAT Die Patientenverfügung GmbH
    10. Marc Molitor, Doctena GmbH
    11. Julian Maar, DOCTORBOX GmbH
    12. Dr. Petra Becker, Dr. Becker eHealth GmbH
    13. Dr. Alexander Schachinger, EPatient Analytics GmbH
    14. Gandolf Finke, Fosanis GmbH
    15. Dr. David Ebert, GET.ON Institut GmbH
    16. Vanessa von Frankenberg, Go Beyond Why
    17. Benjamin Pochhammer, Goreha GmbH (Caspar-Health)
    18. Philip Pogoretschnik, Humanoo – eTherapists GmbH
    19. Maximilian Grönemeyer, Kenkou GmbH
    20. Saman Hashemian, Kianava 
    21. Stephanie Kaiser, Heartbeat Labs GmbH
    22. Dr. Johannes Jacubeit, LifeTime GmbH
    23. Diana Heinrichs, Lindera GmbH
    24. Julian Specht, Living Brain GmbH
    25. Inga Bergen, Magnosco GmbH
    26. Dr. Philipp Nägelein, MEDIKURA Digital Health GmbH
    27. Guido Axmann, Medicinisto AG
    28. Emil Kendziorra, Medlanes GmbH
    29. Friedrich Lämmel, mHealth Pioneers GmbH
    30. Laura Henrich, midge medical GmbH
    31. Gabriel Enczmann, mySugr GmbH
    32. Dennis Breuer, nevisq GmbH
    33. Dr. Florian Koerber, Newsenselab GmbH
    34. Markus C. Müller, Nui Care GmbH
    35. Daniel Philipp, permendo GmbH
    36. Lars Kilchert, pflege.de
    37. Dr. Benedikt Zacher, pflege.de; sunacare.de; vindex.health 
    38. Philipp Zajac, ReHub GmbH
    39. Shari Langemak, relearnlabs GmbH
    40. Katrin Pucknat, ResMed Germany
    41. Ilja Michaelis, Routine Health GmbH
    42. Farina Schurzfeld, selfapy GmbH
    43. Manuel Ronnefeldt, 7Mind GmbH
    44. Daniel Schlör, SunaCare  GmbH
    45. Gloria Seibert, Temedica GmbH
    46. Katrin Reuter, Trackle GmbH
    47. Daniel Kollmann, Vivelia GmbH
    48. Christian Rebernik, Vivy GmbH
    49. Ute Breyer, my-med-24 GmbH
    50. Jörg Diehl, aescuvest GmbH
    51. Eva Falke, m.Doc GmbH
    52. Dr. Paul Hadrossek, Kinderheldin GmbH
    53. Sebastian Mansow-Model, Motognosis GmbH
    54. Elisa Frenz,Health Proc Europe Association SE
    55. Dr. Philip Heimann, Vivira Health Lab GmbH
    56. Dr. Christian Aljoscha Lukas, mentalis GmbH
    57. Dr. Nora Mehl, aidhere GmbH
    58. Henrik Emmert, Aidhere GmbH
    59. Spitzenverband Digitale Gesundheitsversorgung e.V.
    60. Bundesverband Deutsche Startups e.V.
    61. Bundesverband Internetmedizin e.V.

    Weitere Materialien finden Sie hier zum Download.

    Was Kunden sagen

    Gerade wenn Menschen älter werden, erhöht sich das Risiko für Stürze. Wir kooperieren in acht Bundesländern, um mit der Lindera SturzApp die komplexen Gangbewegungen zu analysieren und mit Hilfe Künstlicher Intelligenz das individuelle Sturzrisiko der Senior*innen zu ermitteln.

    Andrea Schneider, Leiterin der Pflegekasse bei der KKH

    Mit der Integration der Lindera Mobilitätsanalyse in unsere myneva.heimbas Pflegesoftware ermöglichen wir Pflegekräften, die Analyse einfach und schnell zu dokumentieren und damit ihren Arbeitsalltag zu optimieren.

    Dr. Hartmut Clausen, Geschäftsführer der myneva

    Künstliche Intelligenz im Pflegealltag: Indem wir die Lindera Mobilitätsanalyse in unser System integrieren, öffnen wir unsere Plattform für Innovationen und verankern gleichzeitig eine konkrete Prozessverbesserung in den Einrichtungen.

    Iris Christiansen, Geschäftsführerin DAN Produkte

    Digitalisierung in der Pflege bedeutet die dadurch veränderten analogen Strukturen zwingend mitzudenken, gerade in organisierter stationärer Pflege. Bei der Evaluation des Lindera-Mobilitätsmanagements in stationären Pflegeeinrichtungen gilt es daher den „dyadischen“ Nutzen für Pflegende und Gepflegte in den Blick zu nehmen. Unsere Erwartung ist hier, pflegerischen Nutzen nachhaltig nachweisen zu können.

    Prof. Dr. habil. Jürgen Zerth, Institutsleitung Forschungsinstitut IDC

    Die Partnerschaft mit Lindera ist für uns ein Meilenstein auf dem Weg, den Pflegebedürftigen eine moderne, digitale Versorgung zu bieten. Mit Lindera gewinnen wir einen echten Vorsprung durch Technik für die mit uns kooperierenden Einrichtungen, Pflegekräfte und natürlich die Senior*innen.

    Dirk Lauenstein, Vorstand der Audi BKK

    Die KNAPPSCHAFT und Lindera bieten mit der SturzApp eine Möglichkeit, Sturzprävention auf der Basis neuer Technologien und Erkenntnisse zu ermöglichen. Damit leisten wir einen wesentlichen Beitrag, um Mobilität und Lebensqualität unserer Versicherten zu erhalten oder zu verbessern.

    Bettina am Orde, Geschäftsführerin der KNAPPSCHAFT

    Wir sehen in Lindera einen innovativen Projektpartner mit dem wir einen gemeinsam Weg zur weiteren Digitalisierung für unsere Kunden gehen wollen.

    Dana Kadach, AOK Nordost – Die Gesundheitskasse, Pflege-Vertragsmanagement stationär

    Selbstbestimmung ist ein hohes Gut. Niemand ist gern abhängig. Und niemand möchte im Alter den eigenen Kindern zur Last fallen. Die Digitalisierung bietet uns die Chance, mit neuen Technologien und hoher Flexibilität unsere Selbstbestimmung länger zu erhalten. Die Perspektive muss sein, länger zu Hause leben zu können und sich dennoch sicher zu fühlen.

    Staatsministerin für Digitales, Dorothee Bär, MdB

    Mit Lindera haben wir einen starken Partner an unserer Seite auf dem Weg in die digitale Pflege. Die Einführung der Lindera Mobilitätsanalyse erhöht die Service-Qualität für unsere Bewohnerinnen und Bewohner und erleichtert den Alltag unseres Pflegepersonals.

    Sascha Saßen, Leiter für Qualität und Ethik bei KORIAN Deutschland

    Die Maßnahmenplanung muss von der Bedarfsanalyse des Bewohners abgeleitet sein – das kann mit digitaler Unterstützung geschehen. Sie muss vor allem individuell, qualitätsgesichert und gemäß Expertenstandard aktuell sein.

    Kerstin Steinke, Leiterin Geschäftsbereich Pflege MDK Sachsen-Anhalt e.V.

    Wir erhoffen uns von Lindera ein validiertes und technisch unterstütztes Assessmentverfahren, welches in der Praxis von Senioren, Angehörigen und Pflegekräften einfach angewendet werden kann. Durch eine wissenschaftliche Begleitung der App soll dies gelingen

    Dr. Anika Heimann-Steinert, Charité Universitätsmedizin Berlin

    In der stärkeren Kooperation mit Social Entrepreneurs sehen wir als Caritas ein großes Potenzial, um gemeinsam die Herausforderungen im Sozial- und Gesundheitsbereich zu schultern und soziale Innovationen zu verbreiten. Unsere Zusammenarbeit mit der Lindera GmbH mit ihrer innovativen Mobilitätsanalyse ist hierfür ein sehr gutes Beispiel.

    Sebastian Koppers, Geschäftsführer Caritas Münster