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    KNAPPSCHAFT und Lindera: Fortschritt durch künstliche Intelligenz

    11. Februar 2021 von Alissa Dovgucic
    • KNAPPSCHAFT und Lindera schließen Partnerschaft zur Sturzprävention
    • Digitale Mobilitätsanalyse kommt in 72 Pflegeeinrichtungen zum Einsatz
    • Technologische Innovation in der Pflege

    Berlin, 11. Februar 2021. Das Healthcare-Unternehmen Lindera und die KNAPPSCHAFT bringen im Rahmen ihrer Health Care-Allianz digitale Innovation in den Pflegesektor. Im Mittelpunkt steht dabei ein einzigartiges Projekt für mehr als 6.500 Pflegebedürftige sowie Fachkräfte in 72 Pflegeeinrichtungen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Gleichzeitig legen die Partner den Grundstein für eine neuartige Datenbank zum Training künstlicher Intelligenz (KI), die auf die Krankheitsbilder von Seniorinnen und Senioren spezialisiert ist. Anhand von Bewegungsanalysen und Skelettparametern können chronische Erkrankungen wie Parkinson und Multiple Sklerose so langfristig tiefer erforscht werden. Hierbei profitieren insbesondere ältere Menschen von technologischen Entwicklungen.

    Mit Hilfe von künstlicher Intelligenz (KI) fördern Lindera und die KNAPPSCHAFT nachhaltig die Mobilität und Gesundheit älterer Menschen. Im Rahmen der neuen Partnerschaft ist das ab jetzt in insgesamt 72 Pflegeeinrichtungen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz möglich. Dazu zählen die Caritas Münster und Caritas Theresien-Stift Weeze sowie Einrichtungen der Malteser, der Alloheime, des Seniorenwerks und KORIAN-Deutschland.

    Die digitale Ganganalyse ermöglicht eine detaillierte und objektive Analyse des Sturzgrads – per App und Smartphone. Dafür genügen bereits ein 20- bis 30-sekündiges Video mit der Tablet-Kamera vom Gang einer pflegebedürftigen Person sowie die Beantwortung eines kurzen psychosozialen Fragebogens. Die Lindera SturzApp übersetzt die Ergebnisse direkt in individuelle Handlungsempfehlungen zur Sturzprophylaxe, die in die Betreuung einfließen. So kann das Sturzrisiko bei Seniorinnen und Senioren frühzeitig erkannt und messbar gesenkt werden.

    Martina Herrmann, Geschäftsführerin Haus Gottesdank Oberhausen, ist sich sicher: „Um die Vorteile der Digitalisierung überhaupt nutzen zu können, braucht es digitale Technologien, die von Senioren wie von Fachkräften gleichermaßen akzeptiert werden. Wir müssen Synergien schaffen, von denen alle Seiten profitieren. Genau das ist hier der Fall: Mit Linderas digitaler Mobilitätsanalyse können wir unsere Pflegekräfte im Alltag entlasten und das Sturzrisiko unserer Seniorinnen und Senioren reduzieren.

    Digitalisierung gemeinsam gestalten und zum Erfolg führen
    Lindera und die KNAPPSCHAFT führen ihre Stärken zusammen, um gemeinsam die Potenziale der Digitalisierung und künstlichen Intelligenz für Pflegeeinrichtungen zu nutzen. Im Rahmen der Kooperation arbeiten die Unternehmen an einem echten Zukunftsprojekt: Gemeinsam bauen sie eine neue Datenbank auf, die auf Seniorinnen und Senioren spezialisiert ist. Anhand der anonymisierten Daten älterer Menschen wird der Algorithmus von Lindera trainiert. So sollen Lösungen gefunden werden, die den Betroffenen wieder mehr Unabhängigkeit ermöglichen und durch die künftig auch Krankheitssymptome besser erforscht werden können.

    Für die KNAPPSCHAFT steht die Gesundheit ihrer Versicherten im Mittelpunkt – und das gilt für Versicherte jeden Alters. Stürze sind eine erhebliche Gefahr für die Gesundheit, ganz besonders im Alter. Sturzbedingte Verletzungen können schwerwiegende Folgen haben. Die KNAPPSCHAFT und Lindera bieten mit der SturzApp eine Möglichkeit, Sturzprävention auf der Basis neuer Technologien und Erkenntnisse zu ermöglichen. Damit leisten wir einen wesentlichen Beitrag, um Mobilität und Lebensqualität unserer Versicherten zu erhalten oder zu verbessern“, sagt Bettina am Orde, Geschäftsführerin der KNAPPSCHAFT.

    Digitale Lösungen für die Gesundheitswelt von morgen
    Die Kooperation mit der KNAPPSCHAFT ist für Lindera ein weiterer Entwicklungsschritt hin zu einem Tech-Spezialisten für medizinisch validierte Bewegungsanalysen. „Wir verstehen uns als Möglichmacher im Bereich der Mobilität. Zusammen mit der KNAPPSCHAFT als starken Partner können wir systematisch und in der Breite Sturzrisiken im Alter senken und gleichzeitig eine KI-Datenbank aufbauen, die gemäß geltenden Datenschutzanforderungen und ethischen Grundsätzen Lösungen für die drängenden Herausforderungen unserer Zeit findet“, sagt Lindera-Gründerin Diana Heinrichs.

    Weitere Informationen zum Einsatz von KI bei Lindera gibt es hier:

    Über die KNAPPSCHAFT

    Die KNAPPSCHAFT ist die einzige gesetzliche Krankenkasse, die den Schutz der Kranken- und Pflegeversicherung mit einer ganzheitlichen Versorgung kombiniert: In ihrem medizinischen Kompetenznetz arbeiten Ärzte, eigene Kliniken, Pflegekräfte, Gesundheits- und Versicherungsfachleute Hand in Hand. Mit individuellem Service auf hohem Leistungsniveau begleitet die KNAPPSCHAFT ihre Versicherten so durch alle Lebensbereiche.

    Über Lindera GmbH

    Lindera entwickelt Data Science-Lösungen für die Pflege und Gesundheitswirtschaft. Das Unternehmen mit Sitz in Berlin-Kreuzberg wurde Anfang 2017 gegründet. Für seine technologische Innovation (KI) im Bereich der 3D-Bewegungsanalysen wurde Lindera mehrfach von Fachjurys ausgezeichnet. Das Unternehmen hat den Demografie Exzellenz Award 2017, die Start-up Challenge auf der Altenpflege 2018 und den Digital Health Wettbewerb der BARMER gewonnen. Für den Einsatz im Entlassmanagement und im Bereich Geriatrie/Reha wurde Lindera von führenden Krankenhausbetreibern zum Medica Start-up 2018 gewählt. Lindera wird u.a. vom renommierten Frühphaseninvestor„Rheingau Founders“ (Mitinitiatoren von Lieferando.de / Simplesurance / Medlanes / Humanoo) unterstützt, Entwicklungspartner sind u.a. die AOK Nordost und die Malteser.

    Was Kunden sagen

    Gerade wenn Menschen älter werden, erhöht sich das Risiko für Stürze. Wir kooperieren in acht Bundesländern, um mit der Lindera SturzApp die komplexen Gangbewegungen zu analysieren und mit Hilfe Künstlicher Intelligenz das individuelle Sturzrisiko der Senior*innen zu ermitteln.

    Andrea Schneider, Leiterin der Pflegekasse bei der KKH

    Mit der Integration der Lindera Mobilitätsanalyse in unsere myneva.heimbas Pflegesoftware ermöglichen wir Pflegekräften, die Analyse einfach und schnell zu dokumentieren und damit ihren Arbeitsalltag zu optimieren.

    Dr. Hartmut Clausen, Geschäftsführer der myneva

    Künstliche Intelligenz im Pflegealltag: Indem wir die Lindera Mobilitätsanalyse in unser System integrieren, öffnen wir unsere Plattform für Innovationen und verankern gleichzeitig eine konkrete Prozessverbesserung in den Einrichtungen.

    Iris Christiansen, Geschäftsführerin DAN Produkte

    Digitalisierung in der Pflege bedeutet die dadurch veränderten analogen Strukturen zwingend mitzudenken, gerade in organisierter stationärer Pflege. Bei der Evaluation des Lindera-Mobilitätsmanagements in stationären Pflegeeinrichtungen gilt es daher den „dyadischen“ Nutzen für Pflegende und Gepflegte in den Blick zu nehmen. Unsere Erwartung ist hier, pflegerischen Nutzen nachhaltig nachweisen zu können.

    Prof. Dr. habil. Jürgen Zerth, Institutsleitung Forschungsinstitut IDC

    Die Partnerschaft mit Lindera ist für uns ein Meilenstein auf dem Weg, den Pflegebedürftigen eine moderne, digitale Versorgung zu bieten. Mit Lindera gewinnen wir einen echten Vorsprung durch Technik für die mit uns kooperierenden Einrichtungen, Pflegekräfte und natürlich die Senior*innen.

    Dirk Lauenstein, Vorstand der Audi BKK

    Die KNAPPSCHAFT und Lindera bieten mit der SturzApp eine Möglichkeit, Sturzprävention auf der Basis neuer Technologien und Erkenntnisse zu ermöglichen. Damit leisten wir einen wesentlichen Beitrag, um Mobilität und Lebensqualität unserer Versicherten zu erhalten oder zu verbessern.

    Bettina am Orde, Geschäftsführerin der KNAPPSCHAFT

    Wir sehen in Lindera einen innovativen Projektpartner mit dem wir einen gemeinsam Weg zur weiteren Digitalisierung für unsere Kunden gehen wollen.

    Dana Kadach, AOK Nordost – Die Gesundheitskasse, Pflege-Vertragsmanagement stationär

    Selbstbestimmung ist ein hohes Gut. Niemand ist gern abhängig. Und niemand möchte im Alter den eigenen Kindern zur Last fallen. Die Digitalisierung bietet uns die Chance, mit neuen Technologien und hoher Flexibilität unsere Selbstbestimmung länger zu erhalten. Die Perspektive muss sein, länger zu Hause leben zu können und sich dennoch sicher zu fühlen.

    Staatsministerin für Digitales, Dorothee Bär, MdB

    Mit Lindera haben wir einen starken Partner an unserer Seite auf dem Weg in die digitale Pflege. Die Einführung der Lindera Mobilitätsanalyse erhöht die Service-Qualität für unsere Bewohnerinnen und Bewohner und erleichtert den Alltag unseres Pflegepersonals.

    Sascha Saßen, Leiter für Qualität und Ethik bei KORIAN Deutschland

    Die Maßnahmenplanung muss von der Bedarfsanalyse des Bewohners abgeleitet sein – das kann mit digitaler Unterstützung geschehen. Sie muss vor allem individuell, qualitätsgesichert und gemäß Expertenstandard aktuell sein.

    Kerstin Steinke, Leiterin Geschäftsbereich Pflege MDK Sachsen-Anhalt e.V.

    Wir erhoffen uns von Lindera ein validiertes und technisch unterstütztes Assessmentverfahren, welches in der Praxis von Senioren, Angehörigen und Pflegekräften einfach angewendet werden kann. Durch eine wissenschaftliche Begleitung der App soll dies gelingen

    Dr. Anika Heimann-Steinert, Charité Universitätsmedizin Berlin

    In der stärkeren Kooperation mit Social Entrepreneurs sehen wir als Caritas ein großes Potenzial, um gemeinsam die Herausforderungen im Sozial- und Gesundheitsbereich zu schultern und soziale Innovationen zu verbreiten. Unsere Zusammenarbeit mit der Lindera GmbH mit ihrer innovativen Mobilitätsanalyse ist hierfür ein sehr gutes Beispiel.

    Sebastian Koppers, Geschäftsführer Caritas Münster