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Evangelische Heimstiftung: Haus auf dem Wimberg

Neue digitale Wege in der individuellen Pflege

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Bei Fragen zum Projekt oder wenn Sie selbst unsere Mobilitätsanalyse für Ihre Einrichtungen testen möchten, wenden Sie sich an:

Alissa Dovgucic

alissa.dovgucic@lindera.de

030-12085471

Die Evangelische Heimstiftung ist der größte Betreiber von Pflegeeinrichtungen in Baden-Württemberg. Im Mittelpunkt der Betreuung steht die Selbstständigkeit der Bewohner*innen. Mit verschiedenen Konzepten widmet man sich hier dem individuellen Wunsch nach Sicherheit – so auch in der Einrichtung Haus auf dem Wimberg in Calw im nördlichen Schwarzwald. Seit 2019 ist die Lindera SturzApp ein zentraler Baustein des Angebots zur Sturzprävention und ermöglicht individuelle Gangbildanalysen sowie wohnbereichsübergreifende Gruppenmaßnahmen, die Synergien in der interdisziplinären Betreuung der Bewohner*innen nutzbar machen.

Was braucht es, um ältere Menschen zur Mobilität zu motivieren? Diese Frage stellte sich das Team um Monika Volaric, Hausdirektorin der Einrichtung Haus auf dem Wimberg. Eine innovative Lösung, mit der Senior*innen sich persönlich weiterentwickeln und ihr Potenzial entfalten können, wurde gesucht – und gefunden. Auf einem Startup-Tag im Nagoldtal traf das Team erstmals auf das Berliner Health-Tech-Unternehmen Lindera. Seit Mai 2019 setzt die Einrichtung mit seinen 60 Pflegekräften auf die Lindera Mobilitätsanalyse und kann die Mobilität der Bewohner*innen anhand der objektiven und präzisen Analyse des Sturzgrads individuell fördern.

Photo Credits: Evangelische Heimstiftung: Haus auf dem Wimberg

Digitale Chancen nutzen

Die Möglichkeiten digitaler Gesundheitslösungen in der Pflege erkannte Monika Volaric bereits vor Einführung der Lindera SturzApp. „Es ist der Zeitgeist der Pflege, sich stetig weiterzuentwickeln und am Ball zu bleiben“, sagt die Hausdirektorin. Bereits im Jahr 2016/17 nahm die Evangelische Heimstiftung Haus auf dem Wimberg an der Pilot-Implementierung des Expertenstandards Mobilität mit der Universität Bremen teil. Die Erkenntnisse integrierte das Team in die täglichen Abläufe, um den rund 100 Bewohner*innen nicht nur Pflege auf höchstem Niveau bieten zu können, sondern sie aktiv in den Pflegeprozess einzubinden. Seither treffen sich die Mitarbeitenden einmal im Monat, um mit den Bewohner*innen die Möglichkeiten der persönlichen Mobilität zu besprechen und daraus Maßnahmen abzuleiten. Mit der Einführung der Lindera SturzApp ging die Einrichtung den nächsten Schritt auf dem Weg in die digitalisierte Pflege. Das Ziel: Die Mobilität im Alter erhalten und fördern.

Dazu erstellen die Mitarbeitenden direkt bei der Aufnahme eines Bewohners oder einer Bewohnerin per Tablet ein 20- bis 30-sekündiges Video der jeweiligen Person. Im Zusammenspiel mit einem psychologischen Fragebogen liefert die SturzApp auf Basis von künstlicher Intelligenz eine detaillierte Ganganalyse sowie einen individuellen Maßnahmenkatalog zur Sturzprophylaxe. Die Lindera Mobilitätsanalyse wird allen Bewohner*innen angeboten, ist jedoch optional. Die Ergebnisse der Lindera SturzApp, die die Anforderungen des Expertenstandards Sturzprophylaxe erfüllen, fließen in die weitere Betreuung im Haus auf dem Wimberg ein.

Großer Mehrwert für alle

Die Nachfrage und der Nutzen sind groß – bei Pflegekräften und Bewohner*innen. „Allein im Jahr 2020 haben wir pro Etage einen ganzen Ordner mit Analysen gefüllt, in der letzten Januar-Woche 2021 haben wir 25 Auswertungen erstellt“, sagt Sonja Rößler, Leiterin der Alltagsbegleitung. Während Rößler und Volaric die Lindera SturzApp nach Beginn der Zusammenarbeit noch eigenständig in Kleingruppen vorstellten und die Einführung übernahmen, läuft die Prozedur inzwischen über interne Multiplikator*innen. „Ganz zu Beginn gab es noch leichte technische Hürden, doch inzwischen ist es in den Köpfen angekommen“, freut sich die Heimleiterin.

Bei einem Blick auf den Mehrwert für die Mitarbeitenden steht die Präzision der Ergebnisse an erster Stelle. „Die App arbeitet weitaus besser als das menschliche Auge bei geriatrischen Assessments“, untermauert Rößler das Einsatzgebiet. „So können wir mit der Lindera SturzApp zum Beispiel Veränderungen bei der Schritthöhe sehen, die mit bloßem Auge nicht zu erkennen sind, und rechtzeitig Maßnahmen einleiten, bevor es zu spät ist.“

Die Objektivität und Präzision der Lindera Mobilitätsanalyse unterstützt die Pflegekräfte auch in der Betreuung und Beratung der Bewohner*innen. So können sie sich bei empfohlenen Maßnahmen und Übungen auf valide Ergebnisse der Analyse stützen. Das fördert das Verständnis und die Akzeptanz bei den Senior*innen. „Die Lindera App macht die Analyse viel persönlicher“, bestätigt Volaric. „Hier geht es nicht um allgemeine Maßnahmen. Jede Analyse und die damit einhergehende Empfehlung bezieht sich gezielt auf die jeweilige Person. Die Patient*innen erkennen sich auf dem Video wieder und alleine dadurch sind die Vorschläge viel persönlicher. Ein Gespräch gewinnt somit massiv an Wert.“

Den enormen Mehrwert erkennen auch die Bewohner*innen des Hauses auf dem Wimberg. Sie sind neugierig, welche Ergebnisse die App ermittelt und welche unterstützenden Maßnahmen vorgeschlagen werden. Da in der Evangelischen Heimstiftung die Selbstbestimmung und Individualität im Fokus stehen, werden die Empfehlungen der Lindera App auf die Personen und ihren individuellen Charakter angepasst.

Gruppenpräventionsmaßnahmen mit dem Lindera Dashboard

Über die persönliche, präventive Behandlung hinaus ermöglicht das Lindera Dashboard den Pflegefachkräften im Haus auf dem Wimberg Synergien in der Betreuung der Bewohner*innen zu erkennen und in Form von Gruppenmaßnahmen zu nutzen. So bleiben individuelle Sturzanalysen und ihre Empfehlungen zur Sturzprävention nicht pro Wohnbereich isoliert, sondern werden im Dashboard miteinander verknüpft. Pflegefachkräfte und Physiotherapeut*innen erhalten so wohnbereichsübergreifend Einblicke, wenn Senior*innen sich für gleiche Bewegungsangebote anbieten. Die Entscheidung, ob die jeweiligen Maßnahmen passen, obliegt dabei weiterhin der Fachlichkeit der Pflegekraft. Das Haus auf dem Wimberg bietet seinen Bewohner*innen beispielweise das Angebot “Rollator tanzen” an.

Auch in der interdisziplinären Betreuung durch Mediziner*innen schafft das Lindera Dashboard Transparenz. So können behandelnde Ärzt*innen die individuelle Medikamentierung der Bewohner*innen einsehen, um Wechselwirkungen von Arzneimitteln und ein damit einhergehendes erhöhtes Sturzrisiko zu vermeiden. Mit Gruppenmaßnahmen, die über den Expertenstandard Sturzprophylaxe hinausgehen, fungiert Lindera als digitale Brücke über Wohnbereiche und Disziplinen hinweg und ermöglicht neue Einblicke über die Gesamtheit der Bewohner*innen einer Einrichtung.

Photo Credits: Dashboard der Lindera SturzApp mit verschiedenen Gruppenpräventionsmaßnahmen

Fortschritt und Innovation in der Pflege

„In der Pflege wollen wir durch die Digitalisierung Fortschritte erzielen, diese Entwicklung wird weiter voranschreiten“, sagt Monika Volaric. Und so arbeitet die Evangelische Heimstiftung daran, die digitalen Möglichkeiten in den eigenen Einrichtungen weiter auszubauen. So ist derzeit die Einführung eines Pflegedokumentationssystems in Planung, bei dem Pflegekräfte die Lindera-Analysen automatisch einlaufen lassen können und so bei der Dokumentation entlastet werden.

Mit der Anwendung der Lindera SturzApp kommt auf die Mitarbeitenden jedoch oft eine neue Herausforderung zu, wie Volaric mit einem Augenzwinkern bemerkt. „Wenn wir mit der Videoaufnahme für die Analyse starten, wird einigen Patient*innen bewusst, dass wir sie gleich aufnehmen. Da möchten sie gerne noch schnell zum Friseur.“

Monika Volaric ist bereits seit über zehn Jahren bei der Evangelischen Heimstiftung aktiv. Bevor sie die Hausdirektion im Haus auf dem Wimberg übernahm, arbeitete sie als Pflegedienstleitung. Nach ihrer Weiterbildung im Bereich Pflegemanagement und Gerontologie übernahm sie ihre aktuelle Position und ist zusammen mit ihrem Team für über 100 Senior*innen verantwortlich.

Kurzvita Monika Volaric

Photo Credits: Evangelische Heimstiftung: Haus auf dem Wimberg

Über die Einrichtung

Die Evangelische Heimstiftung GmbH ist Mitglied im Diakonischen Werk und mit ihren 145 Einrichtungen gleichzeitig das größte Pflegeunternehmen in Baden-Württemberg. Dazu gehören acht WohnenPLUS-Residenzen, 86 Pflegeheime, 30 mobile Dienste, 19 Tagespflegen, eine Rehabilitationsklinik und eine Einrichtung für Menschen mit Behinderungen. Im Mittelpunkt der Einrichtung stehen die Patient*innen und die Frage, wie die Motivation zur Mobilität und deren Erhaltung gewährleistet werden kann. Die 13.500 Kund*innen werden von 9.200 Mitarbeitenden sowie 830 Auszubildenden unterstützt. Das Haus auf dem Wimberg ist umgeben vom Schwarzwald und liegt auf einer Anhöhe im Norden Calws. Insgesamt verfügt die Einrichtung über 105 Mitarbeitende, von denen 60 in der Pflege beschäftigt sind.

Evangelische Heimstiftung Haus auf dem Wimberg in Zahlen

  • Beschäftigte: 105
  • Pflegekräfte: 60
  • Anzahl der Bewohner*innen: 102
  • Branche: Kurz- und Langzeitpflege sowie betreutes Wohnen
  • Lindera im Einsatz seit Mai 2019
  • Anzahl der Analysen: im Durchschnitt 20-25 pro Monat

Sonja Rößler verantwortet die Leitung der Alltagsbegleitung in der Evangelischen Heimstiftung und arbeitet seit zweieinhalb Jahren im Haus auf dem Wimberg. Nach dem Studium der Gesundheitsökonomie war sie dort zunächst als Trainee zur Hausdirektion tätig, bevor sie im April 2020 ihre aktuelle Stelle übernahm. Zu den Aufgaben gehören unter anderem die Einsatzplanung der Mitarbeitenden, die Koordination von Aktivierungsmöglichkeiten und sowie Vor- und Nachbereitung aller Maßnahmen.

Kurzvita Sonja Rößler

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