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    Künstliche Intelligenz für den Gesundheitssektor: Lindera schließt Finanzierungsrunde über sechs Millionen Euro erfolgreich ab

    25. November 2021 von Diana Heinrichs
    • Health-Tech-Unternehmen holt neue Investoren in Series A Runde mit an Bord
    • Wachstumskapital soll für weiteren Ausbau des Geschäftsmodells im Bereich der Bewegungsdiagnostik sowie die internationale Expansion genutzt werden
    • Nächste Ziele: Zulassung von Digitaler Pflegeanwendung und Erschließung neuer Anwendungsfelder für Kliniken und Therapeuten

    In einer Series A Finanzierungsrunde hat sich das Berliner Health-Tech-Unternehmen Lindera ein Investment in Höhe von sechs Millionen Euro gesichert. Mit der Finanzierungsrunde gehören künftig auch das Family Office zwei.7, hinter dem der Entrepreneur Karsten Wulf steht, sowie weitere erfolgreiche Unternehmer zum Gesellschafterkreis. Mit seiner KI-basierten 3D-Motion-Tracking-Technologie ermöglicht Lindera eine flexibel einsetzbare Bewegungsanalyse für sämtliche Bereiche des Gesundheitssektors – von der Altenpflege, über die Orthopädie und Geriatrie bis hin zu Neurologie, Reha und Therapie.

    Lindera – eines der führenden Deep-Tech-Unternehmen im Bereich der Computer Vision – hat eine Series A Finanzierungsrunde erfolgreich abschließen können. Über neue Investoren und unter Beteiligung des bestehenden Gesellschafterkreises aus dem Umfeld der Rheingau Founders erhält das Berliner Health-Tech-Unternehmen damit zusätzliches Wachstumskapital. Mit seiner Technologie demokratisiert Lindera den Einsatz hochpräziser 3D-Motion-Tracking-Verfahren im Gesundheitssektor. Die wissenschaftlich geprüfte und bestätigte Lösung von Lindera macht es möglich, mit einer normalen Smartphone-Kamera Bewegungsanalysen zu erstellen, die im Vergleich zum Goldstandard in der Messgenauigkeit (GAITRite) exzellent abschneiden.

    Karsten Wulf, Mitbegründer der buw Holding und Gesellschafter des Family Offices zwei.7, sagt zu seiner Beteiligung: „Angesichts der demographischen Entwicklung und dem anhaltenden Fachkräftemangel sehen wir enorme Potentiale in digitalen Gesundheits- und Pflegeanwendungen. Dabei geht es nicht nur um nachhaltige Effizienzverbesserungen, sondern auch um die Steigerung der Versorgungsqualität für die Patienten. Wir sind überzeugt, dass Lindera mit seiner selbstentwickelten digitalen Spitzentechnologie und der gelebten wissenschaftlichen Exzellenz dabei eine wichtige Rolle einnehmen wird – und dabei immer den Menschen im Blick hat.“ Diana Heinrichs, Gründerin und CEO von Lindera, sagt zu dem erfolgreichen Abschluss der Finanzierungsrunde: „Ähnlich wie sich Amazon vom Pionier des Online-Buchhandels zu einem der führenden Tech-Unternehmen entwickelt hat, gehen wir jetzt mit zwei.7 den Weg vom KI-Vorreiter in der Pflege zum Bewegungsspezialisten entlang der gesamten Versorgungskette.“

    Mit der KI-basierten Mobilitätsanalyse „Lindera SturzApp“ ist das Berliner Unternehmen bereits erfolgreich in mehr als 350 Pflegeeinrichtungen und Therapiezentren in ganz Deutschland im Einsatz. Zum Kundenkreis von Lindera gehören inzwischen einige der größten Betreiber von Pflegeeinrichtungen in Deutschland. Über ein Pilotprojekt in Paris arbeitet Lindera an der internationalen Expansion. Zudem schaffen langfristige Kooperationen mit Kunden und Krankenkassen sowie die tiefe Verankerung in den Versorgungsstrukturen die Basis für weiteres Wachstum.

    Neben der Pflege ist Lindera längst auch in anderen medizinischen Bereichen mit seiner Technologie aktiv. Das Unternehmen verfolgt dabei immer den Ansatz, mit patentierter, selbstlernender Computer Vision-Technologie gezielt Ineffizienzen in den Versorgungsstrukturen zu adressieren und abrechnungsrelevante Bewegungsassessments auf höchstem Niveau zu standardisieren, um die Versorgungsqualität messbar zu steigern. Lindera hat daher das Ziel, auch andere Gesundheitsbereiche wie die Orthopädie, die Geriatrie, Neurologie und Reha nachhaltig mit dem Einsatz seiner KI-getriebenen Medizinprodukte zu verändern. Mit „LTech“ – einem eigenen Software Development Kit – stellt Lindera seinen smarten 3D-Algorithmus zudem Entwickler*innen anderer Gesundheitsanwendungen zur Verfügung und kann dadurch beispielsweise zur Entwicklung von Apps im Bereich der Physiotherapie beitragen.

    Bezogen auf den Pflegesektor hat Lindera mit der jüngsten Finanzierungsrunde eines der bisher größten Investments in der DACH-Region eingesammelt. Das zusätzliche Kapital will das Team nutzen, um einen objektiven, patientenzentrierten Qualitätsstandard in der Pflege zu setzen, international zu wachsen und die Entwicklung für das Aufnahme-, Behandlung- und Entlassmanagement in Kliniken weiter voranzubringen.

    Was Kunden sagen

    Gerade wenn Menschen älter werden, erhöht sich das Risiko für Stürze. Wir kooperieren in acht Bundesländern, um mit der Lindera SturzApp die komplexen Gangbewegungen zu analysieren und mit Hilfe Künstlicher Intelligenz das individuelle Sturzrisiko der Senior*innen zu ermitteln.

    Andrea Schneider, Leiterin der Pflegekasse bei der KKH

    Mit der Integration der Lindera Mobilitätsanalyse in unsere myneva.heimbas Pflegesoftware ermöglichen wir Pflegekräften, die Analyse einfach und schnell zu dokumentieren und damit ihren Arbeitsalltag zu optimieren.

    Dr. Hartmut Clausen, Geschäftsführer der myneva

    Künstliche Intelligenz im Pflegealltag: Indem wir die Lindera Mobilitätsanalyse in unser System integrieren, öffnen wir unsere Plattform für Innovationen und verankern gleichzeitig eine konkrete Prozessverbesserung in den Einrichtungen.

    Iris Christiansen, Geschäftsführerin DAN Produkte

    Digitalisierung in der Pflege bedeutet die dadurch veränderten analogen Strukturen zwingend mitzudenken, gerade in organisierter stationärer Pflege. Bei der Evaluation des Lindera-Mobilitätsmanagements in stationären Pflegeeinrichtungen gilt es daher den „dyadischen“ Nutzen für Pflegende und Gepflegte in den Blick zu nehmen. Unsere Erwartung ist hier, pflegerischen Nutzen nachhaltig nachweisen zu können.

    Prof. Dr. habil. Jürgen Zerth, Institutsleitung Forschungsinstitut IDC

    Die Partnerschaft mit Lindera ist für uns ein Meilenstein auf dem Weg, den Pflegebedürftigen eine moderne, digitale Versorgung zu bieten. Mit Lindera gewinnen wir einen echten Vorsprung durch Technik für die mit uns kooperierenden Einrichtungen, Pflegekräfte und natürlich die Senior*innen.

    Dirk Lauenstein, Vorstand der Audi BKK

    Die KNAPPSCHAFT und Lindera bieten mit der SturzApp eine Möglichkeit, Sturzprävention auf der Basis neuer Technologien und Erkenntnisse zu ermöglichen. Damit leisten wir einen wesentlichen Beitrag, um Mobilität und Lebensqualität unserer Versicherten zu erhalten oder zu verbessern.

    Bettina am Orde, Geschäftsführerin der KNAPPSCHAFT

    Wir sehen in Lindera einen innovativen Projektpartner mit dem wir einen gemeinsam Weg zur weiteren Digitalisierung für unsere Kunden gehen wollen.

    Dana Kadach, AOK Nordost – Die Gesundheitskasse, Pflege-Vertragsmanagement stationär

    Selbstbestimmung ist ein hohes Gut. Niemand ist gern abhängig. Und niemand möchte im Alter den eigenen Kindern zur Last fallen. Die Digitalisierung bietet uns die Chance, mit neuen Technologien und hoher Flexibilität unsere Selbstbestimmung länger zu erhalten. Die Perspektive muss sein, länger zu Hause leben zu können und sich dennoch sicher zu fühlen.

    Staatsministerin für Digitales, Dorothee Bär, MdB

    Mit Lindera haben wir einen starken Partner an unserer Seite auf dem Weg in die digitale Pflege. Die Einführung der Lindera Mobilitätsanalyse erhöht die Service-Qualität für unsere Bewohnerinnen und Bewohner und erleichtert den Alltag unseres Pflegepersonals.

    Sascha Saßen, Leiter für Qualität und Ethik bei KORIAN Deutschland

    Die Maßnahmenplanung muss von der Bedarfsanalyse des Bewohners abgeleitet sein – das kann mit digitaler Unterstützung geschehen. Sie muss vor allem individuell, qualitätsgesichert und gemäß Expertenstandard aktuell sein.

    Kerstin Steinke, Leiterin Geschäftsbereich Pflege MDK Sachsen-Anhalt e.V.

    Wir erhoffen uns von Lindera ein validiertes und technisch unterstütztes Assessmentverfahren, welches in der Praxis von Senioren, Angehörigen und Pflegekräften einfach angewendet werden kann. Durch eine wissenschaftliche Begleitung der App soll dies gelingen

    Dr. Anika Heimann-Steinert, Charité Universitätsmedizin Berlin

    In der stärkeren Kooperation mit Social Entrepreneurs sehen wir als Caritas ein großes Potenzial, um gemeinsam die Herausforderungen im Sozial- und Gesundheitsbereich zu schultern und soziale Innovationen zu verbreiten. Unsere Zusammenarbeit mit der Lindera GmbH mit ihrer innovativen Mobilitätsanalyse ist hierfür ein sehr gutes Beispiel.

    Sebastian Koppers, Geschäftsführer Caritas Münster