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    Digitales Update für die Pflege

    06. September 2021 von Lisa Piorko

    Digitales Update für die Pflege

    Die Pflegebranche sieht sich mit einem massiven Fachkräftemangel konfrontiert. Eine Weiterentwicklung des Berufsbildes ist überfällig. Die Digitalisierung und der Einsatz innovativer Technologien können dabei die entscheidende Rolle spielen.

    • Sieben Prinzipien: Menschen leisten mehr in ihrem Job, wenn sie glücklich sind
    • Nach Praxistest: 71 Prozent sehen Dokumentationsprozess mit App vereinfacht
    • Expertenstand in der digitalen Welt: 79 Prozent sehen digitale Lösungen als Unterstützung bei den MDK Vorgaben

    Wir alle erinnern uns noch an die Bilder klatschender Menschen, die den Pflegekräften in unserem Land als Dank für ihren Einsatz applaudiert haben. Anerkennung für den Pflegeberuf ist wichtig. Doch es braucht #MehrAlsNurApplaus. Gemeinsam mit den Beschäftigten haben wir heute die Chance, das Berufsbild der Pflegefachkraft weiterzuentwickeln. Ein Update ist dringend notwendig. Und wir wissen, dass die Frauen und Männer, die in Alten- und Pflegeheimen jeden Tag das Wohl ihrer Patientinnen und Patienten im Blick haben, dafür bereit sind. Denn Technologie ist nicht das Ende des Sozialen, nicht der Widerspruch von Menschlichkeit und Nähe in der Pflege. Das Gegenteil ist richtig, sie ist deren Voraussetzung.

    Innovative Technologie und die Menschen im Fokus

    Wir werden als Gesellschaft immer älter. Das ist ebenso eine Tatsache wie der Fachkräftemangel in der Medizin, Pflege und Therapie. Es steht also außer Frage, dass wir neue Lösungen brauchen. Der Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) und anderen innovativen Technologien kann dazu beitragen, Pflegefachkräfte zu entlasten und ihnen Raum zu geben, sich auf das zu konzentrieren, was viele überhaupt veranlasst hat, diesen Beruf zu ergreifen: die Menschen.

    Die Ergebnisse von Anwendungen wie unserer Lindera SturzApp liefern dafür den Beleg. Die Mobilitätsanalyse per App erlaubt es, das individuelle Sturzrisiko von Personen einfach und präzise zu ermitteln – eben mithilfe von KI, als zertifiziertes Medizinprodukt und nur einen Klick entfernt. Pflegekräfte können per Smartphone eine 3D-Analyse der Gangbewegung erstellen. Die zugehörigen Daten lassen sich automatisch in die jeweiligen Systeme zur Pflegedokumentation übertragen. Dank unserer Technologie reduziert sich die Zeit für eine Gangbildanalyse auf durchschnittlich sieben Minuten. Konventionelle Sturzanalysen dauern dagegen bis zu 70 Minuten.

    Dass sich so der Dokumentationsprozess vereinfachen lässt, bestätigen uns 71 Prozent der Pflegekräfte, die schon einmal mit der App gearbeitet haben. 79 Prozent sehen die Lösung als eine Unterstützung, um Expertenstandards in ihren Einrichtungen zu implementieren. Dabei kratzen wir mit der App nur an der Oberfläche der Möglichkeiten, die innovative Technologien für die Neuausrichtung der Pflege bereithalten.

    Prinzipien für ein neues Leitbild in der Pflege

    Eines der Prinzipien unseres Unternehmens fußt in der Überzeugung, dass Menschen mehr in ihrem Job leisten können, wenn sie glücklich sind.  Ein anderes behandelt die Vielfalt, die wir zusammenbringen. Unsere Beschäftigten stammen aus mehr als elf verschiedenen Nationen und vereinen im Team eine ganze Vielzahl von Passionen. Es sind zwei von insgesamt sieben Prinzipien, die beschreiben, wo wir stehen und wohin wir wollen – und die aus unserer Sicht durchaus als Leitbild für die Zukunft eines Pflegeberufes gelten können, in der Technologieunternehmen und die Anbieter sozialer Dienstleistungen immer enger zusammenarbeiten.

    Zu unseren Prinzipien gehört auch, dass wir uns mit unseren Lösungen einer alternden Gesellschaft verpflichtet fühlen. Ihr Anspruch ist unser Maßstab und die Benchmark unserer Entwicklungen. Wir wollen nicht nutzlose Papierprozesse auf Bildschirme übertragen, sondern die effektivsten medizinischen Verfahren demokratisieren und Pflegekräften so die bestmöglichen digitalen Tools an die Hand geben – zum Wohle der Patienten und um die Attraktivität eines ganzen Berufsfeldes nachhaltig zu steigern.

    Digitaler, flexibler, individueller

    Es brauchte nicht erst Corona, um uns die Bedeutung von flexiblen und individuellen Arbeitsabläufen vor Augen zu führen. Vielmehr ist das Teil unserer DNA – und wir sind davon überzeugt, dass jeder Beschäftigte Arbeitsbedingungen vorfinden sollte, die bestmöglich zu den jeweiligen Bedürfnissen passen. Gerade im Pflegebereich scheint dies oftmals nur schwer vorstellbar, doch hier macht die Digitalisierung am Ende den Unterschied: indem sie dabei hilft, zeitraubende Verwaltungsprozesse zu automatisieren und Abläufe zu optimieren; indem sie Beschäftigte entlastet und gleichzeitig die Resultate verbessert. Die Pflegekräfte verdienen #MehrAlsNurApplaus. Daher wollen wir gemeinsam mit ihnen das Berufsbild weiterentwickeln – mit Technologie und Menschlichkeit.

    Dieser Artikel ist Teil der Kampagne #MehralsnurApplaus von GoodJobs. Er wurde dort am 31.08.2021 veröffentlicht.

    Was Kunden sagen

    Gerade wenn Menschen älter werden, erhöht sich das Risiko für Stürze. Wir kooperieren in acht Bundesländern, um mit der Lindera SturzApp die komplexen Gangbewegungen zu analysieren und mit Hilfe Künstlicher Intelligenz das individuelle Sturzrisiko der Senior*innen zu ermitteln.

    Andrea Schneider, Leiterin der Pflegekasse bei der KKH

    Mit der Integration der Lindera Mobilitätsanalyse in unsere myneva.heimbas Pflegesoftware ermöglichen wir Pflegekräften, die Analyse einfach und schnell zu dokumentieren und damit ihren Arbeitsalltag zu optimieren.

    Dr. Hartmut Clausen, Geschäftsführer der myneva

    Künstliche Intelligenz im Pflegealltag: Indem wir die Lindera Mobilitätsanalyse in unser System integrieren, öffnen wir unsere Plattform für Innovationen und verankern gleichzeitig eine konkrete Prozessverbesserung in den Einrichtungen.

    Iris Christiansen, Geschäftsführerin DAN Produkte

    Digitalisierung in der Pflege bedeutet die dadurch veränderten analogen Strukturen zwingend mitzudenken, gerade in organisierter stationärer Pflege. Bei der Evaluation des Lindera-Mobilitätsmanagements in stationären Pflegeeinrichtungen gilt es daher den „dyadischen“ Nutzen für Pflegende und Gepflegte in den Blick zu nehmen. Unsere Erwartung ist hier, pflegerischen Nutzen nachhaltig nachweisen zu können.

    Prof. Dr. habil. Jürgen Zerth, Institutsleitung Forschungsinstitut IDC

    Die Partnerschaft mit Lindera ist für uns ein Meilenstein auf dem Weg, den Pflegebedürftigen eine moderne, digitale Versorgung zu bieten. Mit Lindera gewinnen wir einen echten Vorsprung durch Technik für die mit uns kooperierenden Einrichtungen, Pflegekräfte und natürlich die Senior*innen.

    Dirk Lauenstein, Vorstand der Audi BKK

    Die KNAPPSCHAFT und Lindera bieten mit der SturzApp eine Möglichkeit, Sturzprävention auf der Basis neuer Technologien und Erkenntnisse zu ermöglichen. Damit leisten wir einen wesentlichen Beitrag, um Mobilität und Lebensqualität unserer Versicherten zu erhalten oder zu verbessern.

    Bettina am Orde, Geschäftsführerin der KNAPPSCHAFT

    Wir sehen in Lindera einen innovativen Projektpartner mit dem wir einen gemeinsam Weg zur weiteren Digitalisierung für unsere Kunden gehen wollen.

    Dana Kadach, AOK Nordost – Die Gesundheitskasse, Pflege-Vertragsmanagement stationär

    Selbstbestimmung ist ein hohes Gut. Niemand ist gern abhängig. Und niemand möchte im Alter den eigenen Kindern zur Last fallen. Die Digitalisierung bietet uns die Chance, mit neuen Technologien und hoher Flexibilität unsere Selbstbestimmung länger zu erhalten. Die Perspektive muss sein, länger zu Hause leben zu können und sich dennoch sicher zu fühlen.

    Staatsministerin für Digitales, Dorothee Bär, MdB

    Mit Lindera haben wir einen starken Partner an unserer Seite auf dem Weg in die digitale Pflege. Die Einführung der Lindera Mobilitätsanalyse erhöht die Service-Qualität für unsere Bewohnerinnen und Bewohner und erleichtert den Alltag unseres Pflegepersonals.

    Sascha Saßen, Leiter für Qualität und Ethik bei KORIAN Deutschland

    Die Maßnahmenplanung muss von der Bedarfsanalyse des Bewohners abgeleitet sein – das kann mit digitaler Unterstützung geschehen. Sie muss vor allem individuell, qualitätsgesichert und gemäß Expertenstandard aktuell sein.

    Kerstin Steinke, Leiterin Geschäftsbereich Pflege MDK Sachsen-Anhalt e.V.

    Wir erhoffen uns von Lindera ein validiertes und technisch unterstütztes Assessmentverfahren, welches in der Praxis von Senioren, Angehörigen und Pflegekräften einfach angewendet werden kann. Durch eine wissenschaftliche Begleitung der App soll dies gelingen

    Dr. Anika Heimann-Steinert, Charité Universitätsmedizin Berlin

    In der stärkeren Kooperation mit Social Entrepreneurs sehen wir als Caritas ein großes Potenzial, um gemeinsam die Herausforderungen im Sozial- und Gesundheitsbereich zu schultern und soziale Innovationen zu verbreiten. Unsere Zusammenarbeit mit der Lindera GmbH mit ihrer innovativen Mobilitätsanalyse ist hierfür ein sehr gutes Beispiel.

    Sebastian Koppers, Geschäftsführer Caritas Münster