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    Lindera Gastbeitragsreihe: Wegweisende Prognosen in der Pflege und Versorgung

    27. Juni 2022 von Alissa Dovgucic
    Wie können wir die Arbeit in der Pflege entlasten, die Versorgung Pflegebedürftiger verbessern und pflegende Angehörige ambulant gezielter unterstützen? Diese Fragen stellen wir uns bei Lindera jeden Tag. Zusammen mit Expert*innen aus verschiedenen Bereichen der Pflege- und Gesundheitsbranche haben wir über wegweisende Maßnahmen in der Gesundheitsversorgung gesprochen und eine inspirierende Gastbeitragsreihe initiiert. Welche Schritte wir im kommenden (Pflege-)Jahr gehen müssen und welche Erwartungen wir dabei an digitale Innovationen in puncto Entlastung stellen dürfen, das verraten unsere Gastautor*innen in folgenden Prognosen.
    Viel Spaß beim Lesen!

    2022 wird das Jahr der Pflege. DiPA werden zur Erhöhung der Pflegequalität angesichts der Personalknappheit und der verdichteten Pflegezeit des Personals beitragen. Für die rund fünf Millionen ehrenamtlich pflegenden Angehörigen in Deutschland werden DiPA ein wichtiger Baustein sein, die häuslich-pflegerische Belastungssituation zu verbessern. Insgesamt werden mehr hybride Konzepte Einzug in die Versorgung halten, um Pflegebedürftigen die beste Unterstützung aus zwei Welten, analog und digital, zu gewährleisten und unserem System zu einer neuen Patientenzentriertheit zu verhelfen. Insbesondere da, wo wir die größten Herausforderungen durch eine alternde Gesellschaft, Chronifizierung von Erkrankungen und Versorgungslücken wie beispielsweise im ländlichen Raum erleben. Wir werden Experten über Telekonsile enger verknüpfen, digitale Therapien mit Sensoren und Wearables einsetzen, in der Dokumentation die Health Care Professionals entlasten und vor allem bessere Datengrundlagen schaffen. 

    Dr. Anne Sophie Geier 
    Geschäftsführerin Spitzenverband Digitale Gesundheitsversorgung e.V.

    Wenn wir Pflege und Betreuung nicht endlich den Raum geben, den es braucht, wird niemand mehr da sein, der uns im Alter pflegt und betreut. Und schon in meiner Generation sieht es eng aus. Ich erlebe es jeden Tag – und prognostiziere, dass einer der Dreh- und Angelpunkte in 2022 im Bereich Führung liegt. Das hier wird wegweisend: Seht die Mitarbeiter*innen, die da sind, fragt nach, hört zu und befähigt sie, selbst Lösungen zu finden und dabei auch noch kreativ zu sein. Ich nenne das Co-Kreation. Als Führungskraft muss ich so gut arbeiten, dass meine Mitarbeitenden gut arbeiten können. Wir tragen gemeinsam eine Verantwortung, Menschen zu versorgen. Digitale Tools sind dabei ein Ergebnis: Für eine bessere Zusammenarbeit über Hierarchien, Fachbereiche und Schichtwechsel hinweg. Um Mitarbeiter*innen zu befähigen, ihre Arbeit effizient ergänzen zu können. Und um die Pflege für junge Nachwuchskräfte attraktiv zu gestalten. Die Pflege braucht das.

    Daniela Thimm 
    Pflegedienstleitung Haus Gartenstadt, Berlin-Rudow 

    Wenn uns das vergangene Jahr eins gezeigt hat, dann, dass Versorgungskonzepte mit intelligenten Technologien nicht mehr wegzudenken sind. Im kommenden Jahr wird es darum gehen, pflegerische Betreuungsleistungen durch Telepräsenzsysteme zu erweitern. Die Pflege kann mittels IT Kommunikationspartner sein und pflegende Angehörige, Pflegebedürftige und Kolleg*innen gleichermaßen unterstützen. Für Telemedizinische Ansätze müssen allerdings dringend Infrastrukturen wie flächendeckendes Internet, insbesondere im ländlichen Raum geschaffen werden. Weiterhin werden wir verstärkt auf intelligente Wohnkonzepte setzen: Sensoren können Auffälligkeiten und unerwünschte Ereignisse registrieren und melden. Smarte Tools unterstützen so den Pflegealltag und vermitteln Senior*innen sowie Pflegekräften mehr Sicherheit. Insgesamt werden pflegerische Einrichtungen Gutes daran tun, Effizienzpotenziale über EDV-gestützte Dokumentationssysteme auszubauen, um Arbeitsprozesse in der Pflege zu verschlanken, Vernetzungen zu verbessern und Zeiteinsparungen zu erlauben, die Pflegenden mehr Zeit für die soziale Betreuung einräumen. Gerade im Hinblick auf den Fachkräftemangel ist eine Erleichterung bürokratischer Aufwände dringend hinfällig. 

    Susan Vorwerg 
    AG Alter und Technik der Forschungsgruppe Geriatrie der Charité

    Ich erwarte in 2022 deutlich mehr innovative Versorgungsprojekte, die dazu beitragen, das pflegerische Personal zu entlasten. Dort, wo bereits digitale Systeme im Einsatz sind, erfordern diese meist noch den Finger auf dem Touchpad. Pflegekräften den Rücken freizuhalten, heißt, ihnen die Hände freizuhalten – durch Anwendungen, die im Hintergrund mitlaufen. Ein Beispiel ist Arbeitskleidung, die über Sensoren Fehlhaltungen bei pflegerischen Tätigkeiten erkennt. Auch sprachgesteuerte Software hat im Pflegebereich in meinen Augen noch viel Potenzial. Aufseiten der Pflegebedürftigen wird es zukünftig besonders darum gehen, über digitale Anwendungen soziale Interaktion zu erhalten. Die Pandemiesituation hat umso deutlicher gezeigt, dass Einsamkeit ein hohes Gesundheitsrisiko darstellt.

    Prof. Dr. Volker Amelung 
    Geschäftsführer inav – privates Institut für angewandte Versorgungsforschung GmbH

    Was Kunden sagen

    Gerade wenn Menschen älter werden, erhöht sich das Risiko für Stürze. Wir kooperieren in acht Bundesländern, um mit der Lindera SturzApp die komplexen Gangbewegungen zu analysieren und mit Hilfe Künstlicher Intelligenz das individuelle Sturzrisiko der Senior*innen zu ermitteln.

    Andrea Schneider, Leiterin der Pflegekasse bei der KKH

    Mit der Integration der Lindera Mobilitätsanalyse in unsere myneva.heimbas Pflegesoftware ermöglichen wir Pflegekräften, die Analyse einfach und schnell zu dokumentieren und damit ihren Arbeitsalltag zu optimieren.

    Dr. Hartmut Clausen, Geschäftsführer der myneva

    Künstliche Intelligenz im Pflegealltag: Indem wir die Lindera Mobilitätsanalyse in unser System integrieren, öffnen wir unsere Plattform für Innovationen und verankern gleichzeitig eine konkrete Prozessverbesserung in den Einrichtungen.

    Iris Christiansen, Geschäftsführerin DAN Produkte

    Digitalisierung in der Pflege bedeutet die dadurch veränderten analogen Strukturen zwingend mitzudenken, gerade in organisierter stationärer Pflege. Bei der Evaluation des Lindera-Mobilitätsmanagements in stationären Pflegeeinrichtungen gilt es daher den „dyadischen“ Nutzen für Pflegende und Gepflegte in den Blick zu nehmen. Unsere Erwartung ist hier, pflegerischen Nutzen nachhaltig nachweisen zu können.

    Prof. Dr. habil. Jürgen Zerth, Institutsleitung Forschungsinstitut IDC

    Die Partnerschaft mit Lindera ist für uns ein Meilenstein auf dem Weg, den Pflegebedürftigen eine moderne, digitale Versorgung zu bieten. Mit Lindera gewinnen wir einen echten Vorsprung durch Technik für die mit uns kooperierenden Einrichtungen, Pflegekräfte und natürlich die Senior*innen.

    Dirk Lauenstein, Vorstand der Audi BKK

    Die KNAPPSCHAFT und Lindera bieten mit der SturzApp eine Möglichkeit, Sturzprävention auf der Basis neuer Technologien und Erkenntnisse zu ermöglichen. Damit leisten wir einen wesentlichen Beitrag, um Mobilität und Lebensqualität unserer Versicherten zu erhalten oder zu verbessern.

    Bettina am Orde, Geschäftsführerin der KNAPPSCHAFT

    Wir sehen in Lindera einen innovativen Projektpartner mit dem wir einen gemeinsam Weg zur weiteren Digitalisierung für unsere Kunden gehen wollen.

    Dana Kadach, AOK Nordost – Die Gesundheitskasse, Pflege-Vertragsmanagement stationär

    Selbstbestimmung ist ein hohes Gut. Niemand ist gern abhängig. Und niemand möchte im Alter den eigenen Kindern zur Last fallen. Die Digitalisierung bietet uns die Chance, mit neuen Technologien und hoher Flexibilität unsere Selbstbestimmung länger zu erhalten. Die Perspektive muss sein, länger zu Hause leben zu können und sich dennoch sicher zu fühlen.

    Staatsministerin für Digitales, Dorothee Bär, MdB

    Mit Lindera haben wir einen starken Partner an unserer Seite auf dem Weg in die digitale Pflege. Die Einführung der Lindera Mobilitätsanalyse erhöht die Service-Qualität für unsere Bewohnerinnen und Bewohner und erleichtert den Alltag unseres Pflegepersonals.

    Sascha Saßen, Leiter für Qualität und Ethik bei KORIAN Deutschland

    Die Maßnahmenplanung muss von der Bedarfsanalyse des Bewohners abgeleitet sein – das kann mit digitaler Unterstützung geschehen. Sie muss vor allem individuell, qualitätsgesichert und gemäß Expertenstandard aktuell sein.

    Kerstin Steinke, Leiterin Geschäftsbereich Pflege MDK Sachsen-Anhalt e.V.

    Wir erhoffen uns von Lindera ein validiertes und technisch unterstütztes Assessmentverfahren, welches in der Praxis von Senioren, Angehörigen und Pflegekräften einfach angewendet werden kann. Durch eine wissenschaftliche Begleitung der App soll dies gelingen

    Dr. Anika Heimann-Steinert, Charité Universitätsmedizin Berlin

    In der stärkeren Kooperation mit Social Entrepreneurs sehen wir als Caritas ein großes Potenzial, um gemeinsam die Herausforderungen im Sozial- und Gesundheitsbereich zu schultern und soziale Innovationen zu verbreiten. Unsere Zusammenarbeit mit der Lindera GmbH mit ihrer innovativen Mobilitätsanalyse ist hierfür ein sehr gutes Beispiel.

    Sebastian Koppers, Geschäftsführer Caritas Münster