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    Corona-Besuchsverbot: Wie chronisch Kranke und Pflegebedürftige in der Isolation mobil bleiben

    01. April 2020 von Diana Heinrichs

    Für unbestimmte Zeit gilt das Besuchsverbot für hunderttausende Bewohner in stationären Pflegeeinrichtungen. Als Risikogruppe sind Millionen chronisch kranker Menschen aufgerufen, in ihren Wohnungen zu bleiben, um sich keinem Covid-19 Infektionsrisiko auszusetzen. Gerade für ältere Menschen stellen die zunehmenden Ausgangs- und Besuchsbeschränkungen jedoch ein gesundheitliches Risiko dar. Denn neben der Gefahr der Vereinsamung und Depression erhöht sich aufgrund mangelnder Mobilität auch das Sturzrisiko. In einer Zeit, in der Kliniken, Ärztinnen und Ärzte sowie Pflegefachkräfte an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen, müssen ältere Menschen unter allen Umständen vor Stürzen und miteinhergehenden Krankenhausaufenthalten geschützt werden – sowohl um das Infektionsrisiko zu minimieren als auch um Institutionen und Akteure des Gesundheitssystems zu entlasten und nicht zuletzt die Mobilität aufrecht zu erhalten.

    Insbesondere jetzt ist daher der Einsatz digitaler Gesundheitslösungen in der Pflege- und Gesundheitsbranche gefragt, um eine individuelle und schnelle Versorgung zu gewährleisten. Führende Leistungserbringer und Krankenkassen zeigen bereits, wie sie mit Hilfe von digitalen Gesundheitsanwendungen auch unter den aktuellen Einschränkungen gezielt die Mobilität bei Senioren in allen Wohnformen vorantreiben. So hilft die digitale Mobilitätsanalyse von Lindera in allen Wohnformen dabei, das Sturzrisiko bei Senioren objektiv-messbar zu senken.

    Die evidenzbasierte, nach Expertenstandard entwickelte Lindera Mobilitätsanalyse ermittelt mit Hilfe von künstlicher Intelligenz das Sturzrisiko von älteren und in ihrer Mobilität eingeschränkten Menschen. Mit einem Smartphone und der Lindera-App nehmen Pflegefachkräfte zunächst ein 30- bis 40-sekündiges Video vom Gang einer Person auf und beantworten gemeinsam mit ihr einen psychosozialen Fragebogen. Die künstliche Intelligenz in der Lindera Mobilitätsanalyse ermittelt dann das präzise Sturzrisiko der Person und liefert individuelle Handlungsempfehlungen gemäß Expertenstandard, um dieses zu senken. So reduziert sich die Zeit für die Gangbildanalyse auf durchschnittlich sieben Minuten.

    Kein Corona-Koma: Mobilitätserhalt per App im Seniorenwerk
    Seit Anfang 2019 ist die Lindera Mobilitätsanalyse per App in den Pflegeeinrichtungen der Seniorenwerk GmbH im Einsatz. „Gemeinsam mit der AOK Plus, der Audi BKK und der Melitta BKK Plus haben unsere Fachkräfte von Niedersachsen bis nach Thüringen mit der Lindera App ein systematisches Präventionsprogramm für den Mobilitätserhalt entwickelt“, sagt Christian Döring, Geschäftsführer des Seniorenwerks. „Jeder Bewohner und jede Bewohnerin wird regelmäßig mit dem Lindera-System analysiert, um den individuellen Sturzgrad zu ermitteln und innerhalb der Einrichtung gezielt an den Risikofaktoren zu arbeiten.“

    Für die laufende Schulung der Beschäftigten gemäß Fortbildungsanforderungen greift der Herminenhof, eine Einrichtung des Seniorenwerks in Bückeburg (Niedersachsen), auf Online-Schulungen zurück. Auch die Kolleginnen und Kollegen aus dem Sonnenhof in Thüringen haben sich angeschlossen und Termine für neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vereinbart.

    Qualitätsmanagement trotz Covid-19: Online-Schulungen bei Alloheim
    Über einen einfachen Web-Link schaltet sich Mathias Furch, Head of Customer Success bei Lindera, in das jeweilige Haus, um live in die Funktionen der App einzuführen und Fragen zum Datenschutz sowie zur Integration ins bestehende Dokumentationssystem zu beantworten. So schont das Lindera Team die personellen Ressourcen in den Einrichtungen und ist gleichzeitig flexibel bundesweit im Einsatz. Auch die Alloheim SE hat angesichts der Corona-Pandemie die nächsten Einführungen auf Online-Schulungen gelegt, um gerade jetzt die Gangsicherheit zu fördern und den Alltag attraktiv zu gestalten. „Corona stellt uns vor ganz neue Herausforderungen, wir müssen neue, digitale Wege gehen, um Versorgungs- und Lebensqualität in unseren Einrichtungen zusammenzubringen“, sagt Tobias Dämlow, Chief Digital Officer und Mitglied der Geschäftsleitung bei der Alloheim Senioren-Residenzen SE. „Es zahlt sich aus, dass wir über Monate an der Integration der Lindera App in unsere bestehenden Prozesse gearbeitet haben und jetzt flexibel auf Online-Schulungen umstellen können“.

    Smarte Einbindung von Angehörigen trotz Besuchsverbot in den Tertianum Residenzen
    Neben der Aufrechterhaltung und Förderung der Mobilität der Seniorinnen und Senioren engagieren sich die Tertianum Premium Residences mit Häusern in Berlin, München und Konstanz für die bessere Einbindung der Angehörigen. Das gelingt, indem die Lindera Mobilitätsanalyse in das bestehende Dokumentationssystem von Medifox integriert wird. Im nächsten Schritt folgt die Live-Schaltung des Moduls Connect Plus, um die laufende Kommunikation mit den Angehörigen zu testen und dadurch den Kontakt zwischen Bewohnern und deren Angehörigen auch in schwierigen Zeiten aufrecht zu erhalten. „Das Besuchsverbot ist für unsere Fachkräfte eine große Herausforderung“, sagt Inken Albrecht, Leiterin des Pflege- und Qualitätsmanagements bei Tertianum. „Wir führen jetzt unsere digitalen Lösungen gezielt zusammen, um die Bewohnerinnen und Bewohner mobil zu halten und die Angehörigen aus der Ferne systematisch einzubinden“.

    Kein Sturz daheim: Sturzapp überbrückt das Besuchsverbot für die Pflegeberatung der AOK Nordost
    Die Pflege- und Sozialberaterinnen und -berater im Pflegestützpunkt Parchim in Mecklenburg-Vorpommern beraten die rund 18.000 Menschen in der Region kostenlos und trägerunabhängig in allen Fragen rund um das Thema Pflege – im Pflegestützpunkt wie im häuslichen Umfeld. Seit September 2017 setzen sie dabei auch die Lindera Mobilitätsanalyse ein. Was als Pilotprojekt startete hat sich schnell auf alle Pflegestützpunkte in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Berlin ausgeweitet. Vor dem Hintergrund des aktuellen Besuchsverbots für die Pflegeberater*innen und -berater erweist sich die Lindera Mobilitätsanalyse als hilfreich.

    Um die Senioren auch in der häuslichen Isolation weiterhin gesundheitlich betreuen zu können und sie vor Einsamkeit zu schützen, hat die AOK Nordost zunächst auf eine telefonische Pflegeberatung umgestellt. Die Krankenkasse möchte sich noch stärker für die Gesundheit der Bevölkerung einsetzen und stellt die Lindera App daher ab Mitte April kassenunabhängig allen Menschen in der Region zur Verfügung. Aktuell wird dafür an der richtigen Infrastruktur gearbeitet und eine entsprechende themenspezifische Seite gebaut.

    Gemeinsam digitale Weg gehen
    Der Ausbruch des Coronavirus stellt derzeit alle Akteure des Gesundheitssystems, der Politik und der Zivilgesellschaft auf eine harte Belastungsprobe. In der aktuellen Lage sind daher ganz besonders Zusammenhalt und Solidarität gefragt. Lindera leistet mit seiner digitalen Gesundheitsanwendung einen Beitrag, um Sturzgefährdete gerade jetzt zu schützen und Personal in Medizin und Pflege zu entlasten.

    Was Kunden sagen

    Gerade wenn Menschen älter werden, erhöht sich das Risiko für Stürze. Wir kooperieren in acht Bundesländern, um mit der Lindera SturzApp die komplexen Gangbewegungen zu analysieren und mit Hilfe Künstlicher Intelligenz das individuelle Sturzrisiko der Senior*innen zu ermitteln.

    Andrea Schneider, Leiterin der Pflegekasse bei der KKH

    Mit der Integration der Lindera Mobilitätsanalyse in unsere myneva.heimbas Pflegesoftware ermöglichen wir Pflegekräften, die Analyse einfach und schnell zu dokumentieren und damit ihren Arbeitsalltag zu optimieren.

    Dr. Hartmut Clausen, Geschäftsführer der myneva

    Künstliche Intelligenz im Pflegealltag: Indem wir die Lindera Mobilitätsanalyse in unser System integrieren, öffnen wir unsere Plattform für Innovationen und verankern gleichzeitig eine konkrete Prozessverbesserung in den Einrichtungen.

    Iris Christiansen, Geschäftsführerin DAN Produkte

    Digitalisierung in der Pflege bedeutet die dadurch veränderten analogen Strukturen zwingend mitzudenken, gerade in organisierter stationärer Pflege. Bei der Evaluation des Lindera-Mobilitätsmanagements in stationären Pflegeeinrichtungen gilt es daher den „dyadischen“ Nutzen für Pflegende und Gepflegte in den Blick zu nehmen. Unsere Erwartung ist hier, pflegerischen Nutzen nachhaltig nachweisen zu können.

    Prof. Dr. habil. Jürgen Zerth, Institutsleitung Forschungsinstitut IDC

    Die Partnerschaft mit Lindera ist für uns ein Meilenstein auf dem Weg, den Pflegebedürftigen eine moderne, digitale Versorgung zu bieten. Mit Lindera gewinnen wir einen echten Vorsprung durch Technik für die mit uns kooperierenden Einrichtungen, Pflegekräfte und natürlich die Senior*innen.

    Dirk Lauenstein, Vorstand der Audi BKK

    Die KNAPPSCHAFT und Lindera bieten mit der SturzApp eine Möglichkeit, Sturzprävention auf der Basis neuer Technologien und Erkenntnisse zu ermöglichen. Damit leisten wir einen wesentlichen Beitrag, um Mobilität und Lebensqualität unserer Versicherten zu erhalten oder zu verbessern.

    Bettina am Orde, Geschäftsführerin der KNAPPSCHAFT

    Wir sehen in Lindera einen innovativen Projektpartner mit dem wir einen gemeinsam Weg zur weiteren Digitalisierung für unsere Kunden gehen wollen.

    Dana Kadach, AOK Nordost – Die Gesundheitskasse, Pflege-Vertragsmanagement stationär

    Selbstbestimmung ist ein hohes Gut. Niemand ist gern abhängig. Und niemand möchte im Alter den eigenen Kindern zur Last fallen. Die Digitalisierung bietet uns die Chance, mit neuen Technologien und hoher Flexibilität unsere Selbstbestimmung länger zu erhalten. Die Perspektive muss sein, länger zu Hause leben zu können und sich dennoch sicher zu fühlen.

    Staatsministerin für Digitales, Dorothee Bär, MdB

    Mit Lindera haben wir einen starken Partner an unserer Seite auf dem Weg in die digitale Pflege. Die Einführung der Lindera Mobilitätsanalyse erhöht die Service-Qualität für unsere Bewohnerinnen und Bewohner und erleichtert den Alltag unseres Pflegepersonals.

    Sascha Saßen, Leiter für Qualität und Ethik bei KORIAN Deutschland

    Die Maßnahmenplanung muss von der Bedarfsanalyse des Bewohners abgeleitet sein – das kann mit digitaler Unterstützung geschehen. Sie muss vor allem individuell, qualitätsgesichert und gemäß Expertenstandard aktuell sein.

    Kerstin Steinke, Leiterin Geschäftsbereich Pflege MDK Sachsen-Anhalt e.V.

    Wir erhoffen uns von Lindera ein validiertes und technisch unterstütztes Assessmentverfahren, welches in der Praxis von Senioren, Angehörigen und Pflegekräften einfach angewendet werden kann. Durch eine wissenschaftliche Begleitung der App soll dies gelingen

    Dr. Anika Heimann-Steinert, Charité Universitätsmedizin Berlin

    In der stärkeren Kooperation mit Social Entrepreneurs sehen wir als Caritas ein großes Potenzial, um gemeinsam die Herausforderungen im Sozial- und Gesundheitsbereich zu schultern und soziale Innovationen zu verbreiten. Unsere Zusammenarbeit mit der Lindera GmbH mit ihrer innovativen Mobilitätsanalyse ist hierfür ein sehr gutes Beispiel.

    Sebastian Koppers, Geschäftsführer Caritas Münster